Оловянный Солдат и Изящная Кукла

9 03 2011

…..Когда-то, много лет тому назад, в городе Нюрнберге жил великий мастер часовщик. Он ужасно любил свое кропотливое дело и был одним из первых, кому удалось уменьшить размер часов настолько, что их можно было носить с собой за пазухой. Звали этого мастера Петр Генляйн. Den Rest des Beitrags lesen »





Inquisition Nr. 2

22 09 2009

…..Ich machte die Augen auf und schaute auf die Uhr. 10:16. Kein einziger Gedanke besuchte meinen Kopf. Also schloss ich die Augen wieder. Nach einiger Zeit tauchte mein Bewusstsein wieder auf die Oberfläche. 11:34. Immer noch keine Regung. Dunkelheit. Ein leises angespanntes Ziehen irgendwo zwischen den Rippen. Durst. In der Küche gab es Wasser. Langsam rutschte ich einen Fuß nach dem anderen von dem Bett auf den Boden. Der Durst kämpfte einpaar Minuten gegen die Abneigung zur Bewegung, dann vollbrachte ich einen riesigen Gewaltakt an mir selbst und war auf den Beinen. Den Rest des Beitrags lesen »





Eine Gutenachtgeschichte

18 09 2009

Hier befand sich einst mal eine furchtbare von mir verfasste Geschichte. Verfasst im Zustand großer Not und Niedergeschlagenheit, war sie nur für die Augen einer einzigen Person bestimmt an die sie gerichtet war – für die Augen meiner Geliebten. Doch ich habe in meiner kühnen Unvorsichtigkeit den gravierenden Fehler begangen, die Geschichte hier, für alle Welt zugänglich zu entblößen.

Daraufhin hatte jeder, der sie gelesen hat, die Möglichkeit Kommentare zu der Geschichte abzugeben. Ich habe auf diese Kommentare geantwortet. Ich stehe immer noch zu allem was ich geschrieben habe. Die Geschichte an sich und alle Kommentare sind erhalten und sollte jemand von den Beteiligten diese noch einmal einsehen wollen, kann er sich an mich wenden. Neue Kommentare werden allerdings nicht mehr angenommen und jegliche Diskussion wird untersagt, denn eigentlich geht es nur sie und mich etwas an.

Ich habe aus drei Gründen beschlossen die Geschichte von dieser Seite zu entfernen.

Zum einen war sie von Anfang an nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Zweitens, soll niemand sonst, der irgendwann mal auf meine Seite kommen sollte, in meinen und ihren höchst persönlichen Angelegenheiten rumwühlen.

Und drittens, habe ich den Wunsch, dass diese Geschichte in den Köpfen aller, die sie gelesen haben, so schnell wie möglich wenn nicht in Vergessenheit gerät, dann zumindest in den Hintergrund rückt und ihre Präsenz verliert. Denn ich bereue jetzt diese Geschichte jemals verfasst zu haben. Die Gedanken, die sie behandelt, hätten auf eine andere Weise vermittelt werden sollen. Ich habe einen großen Fehler begangen und damit meinem ohnehin schon recht kaputten Leben noch mehr Schaden zugefügt. Dieser Brief wird für immer hier an dieser Stelle bleiben, um mich daran zu erinnern, dass jede Tat ihren Preis hat.

Die Freiheit des Denkens, Handelns und Schaffens muss Hand in Hand mit der Vernunft gehen.

Fejwin





Die grüne Tomate

10 01 2009

…..Es ist kaum zu glauben, aber heute habe ich mit einer Meise gesprochen. Und das Schrägste daran ist, dass es sich bei mir zuhause, in meinem eigenen Wohnzimmer zugetragen hat. Nein. Nein, nein – ich habe es ganz bestimmt nicht nur geträumt und verrückt bin ich auch nicht geworden! Jetzt im Nachhinein erscheint mir das Geschehene sogar ganz logisch und schlüssig zu sein. Und ja – ich kann alles noch genau beschreiben. Also aufgepasst, es ist folgendermaßen passiert. Den Rest des Beitrags lesen »





Первый перрон

17 07 2008

…..Сегодня она должна была приехать. Именно сегодня. Я знал. Я ждал этого дня. Зачеркивал квадрат за квадратом на моем старом настенном календаре. Я помнил ее голос, ее смех, ее улыбку. Каждое утро, когда первые лучики света пробивались сквозь занавеску, мысль о том, что минута встречи приблизилась еще на один день, насыщала меня жизненной силой до позднего вечера. Den Rest des Beitrags lesen »





Die kleine Polly

20 06 2008

…..Es war einmal eine kleine friedliche Stadt. Sie wurde von einem Gott regiert. Aber dieser Umstand ist für unsere Geschichte erst einmal nur ganz nebensächlich. Denn der Gott schlief sein langes göttliches Leben lang auf seinem Berg Pmylo und tat niemandem etwas Böses. Übrigens hieß der Gott Kupos. Sein Name aber wird, genauso wie eine wüste Menge weiterer nutzloser Einzelheiten, die ihr wohl oder übel in den nächsten Minuten eures Lebens erfahren sollt, im weiteren Verlauf der Story leider nur eine verschwindend kleine Rolle spielen. Den Rest des Beitrags lesen »





IdWafeg

18 05 2008

…..An diesem wichtigen Tag habe ich wieder verschlafen. Den Wecker zwar ausgemacht, sich aber noch ein Minutchen gegönnt und schon waren wie im Fluge zwei dreiste Stunden verpennt. Tja. Das hieß dann wohl, mal wieder ohne Frühstück. Ähm, Sachen packen? Keine Zeit. Das Nötigste würde sich in meiner Tasche schon finden, so wie sie da lag. Der Hit des Morgens: während ich mir, mit der Zahnbürste im Munde, die Schnursenkel zuband, blickte das liebliche Geschöpf namens Mutter verträumt aus dem Zimmer und fragte mich aller Ernstes, ob ich denn alles mitgenommen hätte. Und das anstatt mich früher zu wecken. Na wunderbar.
…..Obwohl ich mich eigentlich beeilt habe, kam ich sonderbarer Weise erst zur großen Pause in der Schule an. Ach ja! Habe ich etwa vergessen mich vorzustellen? Den Rest des Beitrags lesen »





Die Prinzessin

30 01 2008

…..Um 3 Uhr 28 klingelte das Telefon. Im Schlafzimmer brannte kein Licht, die Gardinen waren nicht zugezogen. Der volle Mond erschien in seiner ganzen Pracht auf dem klaren Sternenhimmel. Im kalten, in das Schlafzimmer dringenden Mondschein war eine Figur zu erkennen, die auf dem sorgfältig gemachten und heute noch nicht angerührten Doppelbett saß. Sie saß mit gesenktem Kopf und schien tief in Gedanken versunken, doch das Telefon klingelte aufdringlich weiter. Langsam richtete die Figur sich auf, schritt müde um das Bett herum und nahm den Hörer ab.
…..– …Neufeld.
…..– Jork Schotter vom Boothrahm Krankenhaus, entschuldigen Sie den späten Anruf. – drang eine etwas heisere Stimme aus dem Hörer – Eine unbekannte Patientin wurde soeben auf die Intensivstation gebracht. In ihrem Portmonee befindet sich das Foto und die Telefonnummer von einem gewissen Herman Neufeld. Wir hielten es für angebracht diese Person zu kontaktieren. – bei jedem Wort spannte sich die Figur im Schlafzimmer immer weiter an, bis sie sich, unfähig auf den Beinen zu bleiben, auf das Bett niederließ.
…..– ..Ich bin Herman Neufeld, sagen Sie mir was passiert ist! Wie geht es ihr?
…..– Ein Autounfall. Zu ihrem momentanen Zustand hat der Arzt noch keine Aussage gemacht. Sind Sie ein Verwandter? Könnten Sie am besten gleich morgen früh vorbeikommen, um die Identität der Patientin festzustellen?
…..– Ich bin ihr Freund… Lebensgefährte. Ich komme unverzüglich.
…..– Gut, ich trage Sie ein. Sagen Sie an der Rezeption, dass sie bei Herrn Dr. Steinbauer einen Termin haben. Ich hoffe, dass er zu Ihrer Ankunft die Untersuchung beendet haben wird und Ihnen ein genaueres Bild geben kann.
…..– Danke.
…..– Dafür nicht. Wiederhören.
…..Herman legte auf und ließ den Hörer fallen. Er starrte einen Moment lang vor sich hin und wandte seinen Blick zum Fenster. Der kalte blaue Mond schwebte immer noch an der selben Stelle. Keine auch nur kleinste Bewegung war Draußen zu verzeichnen. Kein Windzug rührte die Baumspitzen, keine Fledermaus strich ihren Schatten über das Gelände. Herman fuhr mit beiden Handflächen über sein Gesicht, richtete sich mit einem Ruck auf und ging aus dem Zimmer… Den Rest des Beitrags lesen »





Der Stein

30 01 2008

……Der Saal war gewaltig und düster. Die Wände und Kolonnen waren gotisch verziert. Ihre Pracht versank aber fast vollständig in der Dunkelheit, sodass die Mühe ihrer Ausarbeitung kaum gerechtfertigt war. Es gab kein einziges Fenster. Hier und da verliefen schwache Lichtstrahlen durch die verstaubte Luft. Als die einzige Lichtquelle stahlen sie sich durch Löcher in der, wegen ihrer immensen Höhe, kaum erahnbaren Decke hindurch, um dann vom sandigen Grund unreflektiert verschluckt zu werden. Aus dem Boden wuchs eine Wendetreppe heraus und führte spiralförmig um eine Kolonne herum nach oben. Ein mächtiges Tor, verziert wie die Kolonnen, stand dicht geschlossen und führte ins Ungewisse. An den Wänden entlang und zwischen den im Kreis aufgestellten Kolonnen posierten Silhouetten – dunkle Wachsfiguren. Mit der Zeit, jeden Details beraubt und mit Spinnennetzen überzogen, sind nur noch ihre Posen zu erkennen geworden. Manche waren höhnisch gewandt, die nächsten ängstlich verdreht, andere gestikulierend in ein Gespräch verwickelt – sie waren für alle Zeiten in ihrer Haltung erstarrt und nichts verletzte die Stille. Genau in der Mitte befand sich Der Stein. Grau und glatt geschliffen lag er als ein riesiges Ei in einer von ringförmigen Halterungen umgebenen Einwölbung. Seine Präsenz verlieh der Atmosphäre etwas erdrückend Schweres. Als ob man in Seiner Nähe nicht gerade stehen könnte und der Blick einem immer wieder zu Boden sinken würde. Und dennoch war Der Stein das Einzige was etwas Farbiges von sich gab. Aus Seiner meterhohen runden Spitze entwich ein grünes Glimmern. Kaum stark genug um bemerkt zu werden stieg es wie ein weisender Pfad hoch hinauf und verschwand in der Dunkelheit. Den Rest des Beitrags lesen »








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