Kennst du die Qual der Einsamkeit, mein Kind?
Wenn dich im Herzen süße Zweifel plagen,
Dein Blick in stumpfer Not dem Ziel entrinnt
Und es unmöglich scheint ein Wort zu wagen?
In Ungewissheit schärfen sich die Sinne
Die Zeit wird zäh, das Atmen eine Last
In großer Spannung hält der Körper inne,
Die wie ein Blitz durch jede Zelle rast
Die weite, fremde Welt ahnt nichts davon
So viele kalte Menschen kommn und gehen
Und wer von diesen Steinen hört es schon,
Der armen Seele vorsichtiges Flehen?
Wer diesen Zustand kennt, hat meinen Segen!
Der Seelenschmerz ist ein geringer Preis,
Wonach sich Stürme der Gefühle regen
Glaub mir! Denn dies ist, was ich sicher weiß
Mein liebes Kind, nimm eins mit auf den Weg
Kann Wille dich von Einsamkeit befrein,
So forme dein Gefühl zu einem Lächeln
Erst damit wirst du liebenswürdig sein
Fejwin, 29.02.2008
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